Volkssport Fußball

In einigen der vergangenen Schwaadlappe-Ausgaben konntet Ihr bereits den Begriff „Volkssport Fußball“ lesen. Aus einer losen Idee entwickelte sich nun eine von uns (WH) ins Leben gerufene Initiative. Unter dem Slogan „Fußball als Volkssport erhalten“ werden wir Euch in Zukunft über relevante Themen des gesamten Fußballbereichs informieren. Wie der Name schon sagt, geht es uns dabei darum, den Fußball als den Sport, den wir so sehr lieben, zu wahren.
Dazu werden wir alle möglichen Themen, die den Volkssport schneiden, beleuchten und diskutieren. Wir wollen auf Probleme und Schwierigkeiten aufmerksam machen, die sich in den letzten Jahren rund um „des deutschen liebstes Kind“ entwickelt haben, welche Chancen es gibt und welche sich ergeben können, um eben jene Probleme lösen zu können. Es ist uns wichtig zu betonen, dass wir in besonderem Maße für etwas sind. Für den Erhalt unseres geliebten Sports. Für seine Traditionen und Werte. Wir wollen nicht nur gegen etwas sein, konkret „gegen den modernen Fußball“, sondern wir sind „für den Erhalt des Fußballs als Volkssport“, wollen das ganze positiv und mit Inhalten besetzen! Es wird also unsere Aufgabe sein darzustellen, was den Volkssport ausmacht, wie er zu dem geworden ist, was er ist (oder einmal war) und wo die Grenze liegt zwischen dem Volkssport Fußball und dem modernen Fußballspiel.

Da sich das Themenfeld „Volkssport Fußball“ über eine große Bandbreite erstreckt, möchten wir es nicht nur im Schwaadlappe beleuchten, sondern auch auf andere Weise darstellen: unter www.volkssport-fussball.de werden wir in Zukunft neben der Sammlung aller im Schwaadlappe erschienenen Texte bezüglich dieser Thematik weitere Hintergrundinformationen in Text- und kreativer Form zusammenstellen. Ferner möchten wir im Stadion auf die Initiative aufmerksam machen, indem wir Spruchbänder zu Themen aus dem Bereich „Volkssport Fußball“ präsentieren. In unserem Fanzine „Mentalita Kölsch“ wird das Thema ebenso eine Rolle spielen.
Zufälligerweise fällt die Bekanntgabe der Initiative „Volkssport Fußball“ auf unser Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim. Es gab in den letzten zwei Jahren wohl kaum ein Thema, das den Fußball und seine Szene mehr polarisierte als der Retortenverein aus dem Kraichgau. Wir haben uns daher dazu entschlossen, nach dem Spiel einen Marsch unter dem Motto „Fußball als Volkssport erhalten“ zu veranstalten. Startschuss wird gegen 17:50 Uhr hinter der Südkurve sein, bevor wir Richtung Radstadion aufbrechen werden. Geschmückt wird der Marsch mit einem Banner mit jenem Spruch. Darüber hinaus seid auch Ihr herzlich dazu aufgerufen, Euch Slogans und Sprüche zu dem Thema auszudenken, diese auf Stoff zu bringen und im Zuge des Marsches zu präsentieren. Im Schwaadlappe ist dazu noch ein gesonderter Aufruf formuliert.
Es geht uns bei dem Marsch und der Sache an sich darum zu belegen und darauf aufmerksam zu machen, wie wichtig die Wahrung der Fußballtraditionen, die Wahrung ehrlicher Werte in diesem Sport und der Belange der wahren Fans ist.

Dass Fußball der beliebteste Sport ist, mag unbestritten sein. Aber es gibt wohl auch kein „Hobby“, über das und in dem über verschiedene Meinungen so viel gestritten und debattiert wird.
Der Fußball hat sich in den vergangenen 50 Jahren in allen, ob im sportlichen, geschäftlichen, fanrelevanten oder im gesellschaftlichen, Bereich rasant weiterentwickelt.
Das Fußballspiel wurde attraktiver, da bessere Trainingsbedingungen, bessere Vereinsinfrastruktur, besseres taktisches Verständnis und nicht zuletzt mehr bessere Spieler den Sport prägten.
Durch gesteigerte Einnahmen in allen Bereichen, ob Werbung, Spielertransfers, Eintrittkarten oder Fernsehgelder sowie durch moderne Stadien wurde der Sport professioneller und für die Medien attraktiver.
Durch die Entwicklung der Fanszenen, wenn man sie vor 30 oder 40 Jahren schon so nennen konnte, wurde der Fußball zu einer Marke. Ohne Fans keine Stimmung, ohne Stimmung und Fans keine Beachtung in der Gesellschaft. Durch Fanclubs und Ultragruppierungen erhielten die Kurven im Lande eine Struktur, die gute Stimmung, ansprechende Choreos und Meinungsäußerung der Fans ermöglichten.
Und eben wegen der Fans, der Professionalität und sportlicher Erfolge in allen möglichen Regionen und auch auf europäischer Ebene entwickelte sich der Fußball auch hierzulande zum Volkssport Nr. 1!
Aber mit jeder Entwicklung wachsen auch Nachteile und Probleme. Weil wir diesen Sport mit allem, was dazu gehört, so lieben, müssen wir auch alles Mögliche tun, um Probleme zu beseitigen, oder zumindest zu bekämpfen.

Natürlich freuen wir uns, wenn am Ende eines Jahres schwarze Zahlen im Geschäftsbericht stehen. Aber ist das alles? Diese kommen nämlich unter anderem auch durch eine Ablösesummenspirale zu Stande, die sich ins Unermessliche zu drehen scheint. Bleibt der Fußball volksnah, wenn es Spieler gibt, die eine feste Ablösesumme von einer Milliarde Euro haben? Braucht der Fußball Berater, die nicht zwangsläufig das Beste für den Spieler, sondern vor Allem auch mehr Geld verdienen wollen?
Braucht ein Verein Topspielzuschläge und ein Stadion unbedingt nur Sitzplätze? Ist eine Medienlandschaft, die keinen Fehler verzeiht und aus jeder Mücke einen Elefanten macht, von Nöten?
Da all das nicht nur auf unseren Verein, den 1. FC Köln, zutrifft, liegt uns daran, dass die ins Leben gerufene Initiative deutschlandweite Aufmerksamkeit bekommt. Es liegt an allen Vereinen, Negativspiralen zu stoppen und Schaden vom Volkssport Fußball abzuwenden!
Die angestoßenen Fragen gilt es nun zu beantworten. Von daher bitten wir Euch, weiterhin aufmerksam den Schwaadlappe zu lesen, regelmäßig die Internetseiten www.volkssport-fussball.de und www.wh96.de zu besuchen und auf die Spruchbänder im Stadion zu achten, welche wir zu diesem Thema präsentieren werden. Wie oben bereits erwähnt, rufen wir Euch kurzfristig noch einmal dazu auf, am Fanmarsch nach dem Heimspiel gegen Hoffenheim teilzunehmen!

Fußball als Volkssport erhalten!!

Die Kommentarfunktion ist derzeit geschlossen.